Träumen von Olympia

Eishockey Frauen; Die Schwestern Anna (l.) und Marie Düsberg aus Löhne sind Deutscher Vizemeister mit Berlin.

Sportliche Schwestern: Die Eishockeyspielerinnen Anna (l.) und Marie Düsberg aus Löhne sind Deutscher Vizemeister und Pokalsieger mit Berlin. FOTO: JÜRGEN KRÜGER

Löhne. Sie sind noch so jung, haben aber ihre Ziele fest im Blick und feiern ihre ersten großen Erfolge. Die Schwestern Anna (17) und Marie (16) Düsberg sind mit den Eisladies Berlin Deutscher Vizemeister und Pokalsieger geworden. Ihr großer Traum: Teilnahme an den olympischen Winterspielen im Jahr 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

Zu Beginn zu viele Spiele verloren
Außerdem möchten die beiden sportlichen Löhner Ausnahmetalente in der kommenden Saison Deutscher Meister mit den Eisladies Berlin werden. „In dieser Saison haben wir zu Beginn einige Spiele verloren, die wir hätten gewinnen müssen“, sagt Verteidigerin Anna Düsberg. Deshalb stand der EC Planegg bereits drei Spieltage vor Ablauf der Bundesligasaison als Deutscher Meister fest. Spannender ging es allerdings im Kampf um den zweiten Platz zu. Berlin oder Memmingen Indians – das war hier die Frage. Die Berlinerinnen holten sich den noch fehlenden Punkt zur Deutschen Vizemeisterschaft durch ein 3:3-Unentschieden gegen Memmingen. In diesem Spiel lagen die Eisladies mit 0:3 hinten, und Torhüterin Marie Düsberg sorgte dafür, dass die Gegnerinnen nicht noch mehr Treffer erzielten.

Basis sind vier Punkte gegen Planegg
Den Grundstein für den Vizetitel legten die Berlinerinnen aber schon im Januar, als sie aus den beiden Spielen gegen den Deutschen Meister Planegg vier Punkte holten. Auch dort war Marie Düsberg eine starke Stütze ihres Teams.

Anna Düsbergs Pass zum 1:0
Den ersten großen Titel gab es für die beiden Löhnerinnen eine Woche nach Abschluss der Bundesligasaison. In Memmingen wurden die Eisladies Berlin durch einen 6:2-Erfolg über Planegg Deutscher Pokalsieger. Die Berlinerinnen holten erstmals nach drei Jahren wieder einen Titel und sind mit vier Pokalsiegen alleiniger Rekordhalter. Im Finale schickte Verteidigerin Anna Düsberg ihre Kollegin Nina Kamenik auf die Reise, die zu Lisa Schuster ablegte, und die wiederum das 1:0 für Berlin erzielte.

Umzug nach Berlin steht an
Berlin ist immer eine Reise wert, das wissen jetzt auch Anna und Marie. Vielleicht wird die Bundeshauptstadt demnächst sogar ihr zu Hause. „Ich würde es gerne sehen, wenn beide nach Berlin ziehen. Es ist besser, wenn sie dort auf dem Campus sind, ansonsten verlieren sie zu viel Zeit mit dem Hin- und Herfahren“, sagt Vater Bernd Düsberg. Dies sei allerdings eine finanzielle und auch eine schulische Frage.

Doppelspielrecht
Anna und Marie wohnen derzeit noch bei ihren Eltern in Löhne, und sie besuchen beide das Besselgymnasium Minden, eine anerkannte NRW-Sportschule. Da sie sehr fleißig sind, werden sie auf dem Weg zu ihrem Abitur wohl nicht stolpern. Allerdings ist der Terminplan der beiden Jugendlichen eng gestrickt, denn Marie und Anna spielen nicht nur in der Frauenmannschaft des Bundesligisten OSC Berlin, sondern zusätzlich auch noch beim Zweitligisten „Lady Jets“ SC Langenhagen, mit dem sie in dieser Saison der Nordgruppe Vierter geworden sind. „Wir trainieren in der Woche in Hannover, und fahren zum Wochenende nach Berlin mit dem Zug“, sagt Marie. Wenn sie dort am Freitag um 19.30 Uhr ankommen, steht ab 20.30 Uhr bereits das Training mit der Berliner Mannschaft an. Es folgt dann der Spieltag am Wochenende und die Rückreise am Sonntag, denn am Montag ist wieder Schule. Anna und Marie verfügen über eine Förderlizenz, das heißt ein Doppelspielrecht. In Langenhagen sind sie schon seit zwei Jahren. „Irgendwann kam mal eine Anfrage aus Berlin, und wir sind zu einem Trainingslager gefahren. Das hat uns gut gefallen und den Berlinern auch, so dass wir seit dieser Saison auch für Berlin spielen“, sagt Anna.

Marie möchte zur U-18-Weltmeisterschaft
Marie hat noch ein weiteres Ziel im Auge: Sie möchte bei den nächsten U-18-Weltmeisterschaften für Deutschland spielen. „In diesem Jahr war ich noch nicht alt genug“, sagt sie. Für beide Eishockeyspielerinnen kehrt Ostern etwas Ruhe ein, dann steht das Sommertraining an und die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison..

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