“Das schönste Turnier”

Golfer spenden 114.000 Euro für Andreas-Gärtner-Stiftung / 18. Porta-Cup im Golf-Club Widukind-Land | NW-Lokalsport Bad Oeynhausen und Löhne von Montag, 27. August 2012 | Bilder vom 18. Porta-Cup (Alle Rechte vorbehalten)

Bad Oeynhausen/Löhne (jk). Wenn Hermann Gärtner seine Freunde und Geschäftspartner zum Golfspielen einlädt, dann zögert niemand. Schließlich geht es nicht um Ruhm und Ehre, sondern um die Andreas-Gärtner-Stiftung. Und wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, wie gestern bei der 18. Auflage des Porta-Cups, dann macht das nichts. „Es ist das schönste Turnier, das ich kenne“, lobt Sandra Jakob.

Die 44-Jährige aus Halle, die sich nicht nur aufgrund ihres Handicaps von 14,2 sehen lassen kann, ist angetan von der wohlwollenden Stimmung. „Es ist alles so schön angerichtet und toll organisiert, so dass jeder mit einem strahlenden Lächeln nach Hause geht“, sagt die für den Golf-Club Teutoburger Wald spielende Jakob. Sie pflegt genauso wie Gabriela Müller eine private Freundschaft zu Hermann Gärtner und dessen Frau Brigitte. „Ich spiele schon seit vielen Jahren mit und finde es toll, dass die Gruppen nicht nach Leistungsfähigkeit zusammengesetzt sind“, sagt die 61-jährige mit Handicap 25,9. Die beiden Frauen spielen gemeinsam in einer Vierergruppe mit Gerhard Holdijk und Dieter Ebert.
Es sind insgesamt 27 Vierer-Gruppen am Start, so dass mehr als einhundert Golfer unterwegs sind. Der sportliche Ehrgeiz bei diesem reinen Charity-Turnier, gespielt nach Einzel Stableford, wird dadurch gebremst, dass es nicht vorgabewirksam ist. Das heißt, es ist beim Porta-Cup nicht möglich, sein Handicap zu verändern. Gezählt wird trotzdem, sagt Turnierleiter Gregor von Hinten, der sich den Job gemeinsam mit Jürgen Marksmann und Ulrich Blanz teilt.

Sinn der Veranstaltung ist, auf sportliche Art und Weise an Spenden für die Andreas-Gärtner-Stiftung zu kommen. „Wir helfen dabei gerne mit“, sagt Gerhard Holdijk, 56-jähriger Präsident des Golf-Clubs Widukind-Land, der an diesem Tag auf die Platzgebühr verzichtet. Die Teilnehmer zeigen sich jedes Jahr sehr großzügig und öffnen für die Stiftung ihr Portemonnaie. Der Porta-Cup schließt mit der Siegerehrung, Tombola und einem gemeinsamen Abendessen. Durch die Veranstaltung führt jedes Jahr Turniergründer Hermann Gärtner, der am Morgen jeden Gast persönlich begrüßt und am Abend auch wieder verabschiedet.

Die Bruttowertung gewinnt Boris Frankowski (Bad Salzuflen) mit 29 Punkten, die Nettoklasse A (Handicap 1 bis 19) Reiner Körfer (39 Punkte), die Nettoklasse B (Hc 20 bis 27) Steen Sandberg (39 Punkte) und die Nettoklasse C (Hc 29 und größer) Christoph Ahlers (51 Punkte). Die Sonderwertung „Longest Drive“ geht an Gabi Steinker und Boris Frankowski, die der „Nearest to the pin“ an Anke Dröge (1,94 m) und Gunther Berg (2,10 m).

Es ist die zweithöchste Spendensumme, die jemals beim Porta-Cup erzielt wurde: Ein anonymer Spender macht schnell noch aus 113.700 Euro glatte 114.000 Euro, über die sich die Andreas-Gärtner-Stiftung sowie deren Begünstigte freuen. Vor vier Jahren (2008) kamen 123.490 Euro zusammen, was bislang den Rekord in 18 Jahren bedeutet. Die gesamte Spendensumme der Porta-Golfer in all den Jahren schraubt sich damit auf 1.319.057 Millionen Euro hoch. Im Schnitt landeten jährlich 82.440 Euro auf dem Spendenkonto.

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