Ploschitz – Verlorene Heimat

Wider das Vergessen: Ein Grabstein auf dem ehemailgen deutschen Friedhof in Ploschitz erinnert an die Zeit bis zur Vertreibung 1945. Foto: Jürgen Krüger

Belgrad. Ploschitz ist ein Dorf in der Nähe von Belgrad (Serbien). Titos Partisanen haben die dort ansässigen Deutschen nach Ende des 2. Weltkrieges 1945 vertrieben. Ploschitz war durch eine Senke geteilt in einen deutschen und in einen serbischen Teil. Eine Vermischung unter den Bewohnern beider Ortsteile gab es nicht. Unter den Vertriebenen waren auch die Oma meiner Frau Heike, ihre Mutter (damals 8 Jahre), ihre Tante (6 Jahre) und ihr Onkel (2 Jahre). Sie alle haben sich später in Deutschland niedergelassen, ihren Geburtsort aber nie wiedergesehen. Im August 2013 sind meine Frau und ich sowie unsere beiden Söhne Fabio und Matteo mit dem Wohnmobil nach Ploschitz gefahren. Dort sind wir sehr freundlich von Jakob Futterer, dem einzig in Ploschitz noch lebenden, deutsch sprechenden Einwohner empfangen worden. Jakob Futterer war im Jahr der Vertreibung 1945 drei Jahre alt und durfte bleiben, weil sein Großvater den Kriegsdienst verweigert hatte.

Bei einer Familienfeier entstand die Idee, noch einmal nach Ploschitz zu reisen. Dieses Mal aber mit dem 85-jährigen Andreas Novak, der im westfälischen Minden lebt, in Ploschitz geboren wurde und damals in der Nacht der Vertreibung im Mai 1945 zwölf Jahre alt war. Das Erlebte und Gehörte habe ich in einer multimedialen Reportage verarbeitet: www.ploschitz.de

Der Film dokumentiert die außergewöhnliche und emotionale Reise im Frühjahr 2018. Außerdem erzählt Andreas Novak in diesem 27-minütigen Beitrag seine Geschichte. Fotos von der Reise.

Hier die Bildergalerie vom Besuch in Ploschitz im Jahr 2013.

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