Wenn der Vater mit dem Sohne

Gemeinsame Sache: Der JENZ-Auszubildende Matthias Meyer, hier mit seinem Vater Wolfgang, baut in seiner Freizeit funktionierende Treckermodelle. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen-Meßlingen. Im Alter von acht Jahren hat Matthias Meyer, Auszubildender bei JENZ, seinen ersten Rasenmähertrecker demontiert. Und zwar komplett. Er hatte allerdings auch eine große Motivation: sein Vater Wolfgang, 56-jähriger Maschinenbaumeister und Landmaschinenmechanikermeister, wollte gemeinsam mit ihm einen kleinen Trecker bauen.

Heuwender, Mähwerk, Güllefass
Davor war der kleine Matthias mit einem Kettcar auf dem elterlichen Gehöft in Meßlingen unterwegs, einem Anwesen mit rund drei Hektar Land, ein paar Pferden, Eseln und Ziegen. Vater Wolfgang hatte dem Filius hinter dem Kettcar Attrappen landwirtschaftlicher Geräte gebaut: Heuwender, Mähwerk, Güllefass. Irgendwann wurde Matthias das Treten zu schwer. „Da hat er mich gefragt, ob ich ihm einen Motor an sein Kettcar bauen könnte“, sagt Wolfgang Meyer rückblickend. Die Idee war geboren: ein Minitrecker für den Junior sollte es sein, genauer gesagt ein „Schlüter“, so der Wunsch des Sohnes.

Erstes Modell ist ein “Schlüter”
Wolfgang Meyer kaufte sofort einen gebrauchten Rasenmähertrecker, und Sohn Matthias baute ihn auseinander. „Ich brauchte nur den Motor und das Getriebe. Der Rest war mir egal“, sagt Wolfgang Meyer. Und Matthias ergänzt: „Das hat mir richtig Spaß gemacht.“ Heraus kam ein Schlüter-Trecker als fahr- und funktionsfähiges Modell. Als nächstes bauten sie für sich kein Modell, sondern einen Aufsitzmäher mit 22 PS und 1,50 Meter Schnittbreite. Und als Wolfgang Meyer zufällig ein stationärer Ein-Zylinder-Motor von Deutz in die Hände fiel, bauten er und sein Sohn den original ersten Fendt-Trecker nach – das war eine Trecker-Mähmaschine.

Im Schuppen stehen zwei Lanz Bulldog
Da der Deutz-Einzylinder in etwa dieselben Geräusche macht wie ein Lanz Bulldog, bauten Vater und Sohn diesen Kulttraktor aus den 1920er Jahren nach. Heute stehen im Schuppen zwei Lanz Bulldock, ein großer und ein kleiner, ein Schlüter der 3. Generation und ein Fendt. Mit dem kleinen Lanz fährt Matthias’ Neffe Leonhard herum. „Der ist drei Jahre alt. Das wird langsam Zeit“, sagt er und lacht.

Hobby mit “Hand und Fuß”
„Für mich ist das ein Hobby mit Hand und Fuß. Man sieht, was man gemacht hat“, sagt der 21-Jährige, der bei JENZ Feinmechaniker Fachrichtung Maschinenbau lernt, zurzeit in der  Abteilung „Mechanische Fertigung“ arbeitet und seine Ausbildung im Januar 2017 abschließt. Und mehr als Hobby soll es auch nicht werden. Manchmal stellen Vater und Sohn ihre Modelle aus – wie zum Beispiel im vergangenen Jahr beim Sommerfest der Grundschule Friedewalde.

Dieser Beitrag ist enstanden im Auftrag der JENZ GmbH für die Mitarbeiterzeitschrift “JENZ intern”.

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